Melanies HybenMarmelade

Zutaten

1,20 g
frische, reife Hagebutten
2
Äpfel
1 l
Apfelsaft
500 g
Gelierzucker Extra 2:1 mit Zitronensäure
Portionen

HybenMarmelade von Melanie

Melanie hat ihren Tilman, mit dem sie alle Zelte in Hamburg abgebrochen hatte, im August 24 geheiratet. Tilman hatte kurzerhand die Musikschule verkauft und die Sambatruppe Bando Sambado aufgegeben. Richtig ins Abenteuer haben sich die beiden  gestürzt: Ein Reetdachhaus in Dänemark auf Ærø gekauft und bewohnbar gemacht, neue Jobs gesucht, die Sprache gelernt, Katzen beheimatet und einen Garten angelegt. Jetzt sind Hühner dran und weitere Schritte zur Selbstversorgung sind geplant. 

Selbstversorgung heißt natürlich auch, den Blick auf den Wegesrand zu richten und die Geschenke der Natur zu erkennen, zu nutzen und in die RessourcenJahresPlanung einzubauen. Frische HybenMarmelade war das/ein Ergebnis, das Melanie uns stolz schenken konnte. Hagebuttenmarmelade ist die Übersetzung und damit super nachzukochen in Morsum! 

Erntezeit ist August/September/ Oktober.

„Ich habe beim Rezept viel improvisiert… und ja, tatsächlich habe ich die Hagebutten von den Kernen und dem Stiel vor dem Kochen befreit. 20 min gekocht und dann durch die Flotte Lotte. Beim ersten Mal habe ich das Kochwasser weggeschüttet, beim zweiten Anlauf habe ich es aufgefangen und damit die Konsistenz beim Passieren angepasst. Den Brei habe ich abgewogen und mit halb so viel Gelierzucker und einem bisschen Zimt aufgekocht. Da muss man ständig rühren damit es nicht anbrennt, was mir leider beim ersten Mal auch passiert ist. Aber ich war auch ganz happy - über den Geschmack und die Farbe. Ich hatte jetzt nur die kleine normale Hagebutte verwendet aber anscheinend kann man sämtliche verwenden.“

Für die beiden dänischen Neubürger und Selbstversorger kann jetzt der lange und ernährungstechnisch eigentlich recht entbehrungsreiche Inselwinter kommen!

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Gitte Henning empfiehlt ein Rezept in Kombi mit Apfel! 

Zutaten
1,2 kg frische, reife Hagebutten
2 Äpfel
1 Liter Apfelsaft
500g Gelierzucker Extra 2:1 mit Zitronensäure

Hier die dänische Anleitung (gedanklich mit dem Akzent von Gitte zu lesen):

„Sammle die reifen Hagebutten in einem Körbchen. Achte darauf keine überreifen oder von Vögeln angefressenen Früchte zu pflücken. Wasche die Hagebutten gründlich ab. Schneide die Früchte in der Hälfte durch und entferne Stiel, Blüte und die feinen Härchen unter der Blüte.“

Und weiter: „Nun solltest du dich entscheiden, ob du jetzt bereits die Kerne entfernst. Das ist viel Arbeit, lässt sich später aber besser durch das Sieb passieren. (Ein flotte Lotte hätte damit allerdings kein Problem)
Schneide die Äpfel in kleine Würfel und gib die halbierten Hagebutten in einen Topf.
Gieße alles mit dem Apfelsaft auf und koche es für eine halbe Stunde.
Gieße den Apfelsaft anschließend durch ein Sieb ab und hebe ihn auf. 
Drücke die gekochten Hagebutten und Äpfel durch ein feines Sieb, sodass eine Art Mus entsteht.
Gib danach so viel vom Apfelsaft hinzu, dass du auf ein Gewicht von 1.000 Gramm kommst.
Rühre den Gelierzucker unter und koche die Masse nach Anleitung noch einmal für ein paar Minuten auf.

Fülle die Marmelade heiß in die Gläser. Stelle die verschraubten Gläser für ein paar Minuten auf den Deckel um die Oberseite zur erhitzen und sie möglichst keimfrei zu machen. Dann wieder umdrehen und abkühlen lassen.“

Færdig! 

Genieße die Marmelade zum Beispiel auf selbstgemachten dänischen Brötchen.

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PS: Die Nachbarin von Melanie auf Ærø halbiert die Hagebutten und friert sie dann ein um sie leichter Putzen zu können. Sie kommt ohne Passieren aus und stellt so eine stückige HybenMarmelade her, die sie mit ZitronenSaft und -zesten aufkocht.

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Von DoppelkopfRenate haben wir passend zum Thema ein Glas „DünenGelee“ aus Ostfriesland geschenkt bekommen.

Hergestellt aus 28% Sanddornsaft und 12% HagebuttensaftKonzentrat, etwas Zitrone und Geliermittel, der Rest ist Zucker. 

Dafür den Kochsud aus der Marmeladenherstellung einkochen, sprich reduzieren, wiegen und los geht’s mit dem Dreisatz, um die weiteren Mengen zu bestimmen. Sanddornsaft gibt es im Reformhaus oder so.

 

August 2025