grüner Spargel an Knoblauch











Zutaten
Cora und Michaels grüner Spargel an Knoblauch
Das jährliche Ritual von Besuch (Gänseessen) und Gegenbesuch (Gartentisch schleifen) bei Sonnenschein in Jesteburg sind gesetzte Termine im Kalender, die allerdings nur mit größter Sorgfalt und langer Vorplanung Realität werden.
Diesmal war es der Pfingstsonntag, der uns gemeinsam passte und trotz der vorgeschriebenen sonntäglichen Ruhe, wurde erst einmal gediegen geschliffen: Nicht die Gartentische, sondern der tibetanische Opfertisch, den Michael von seiner Liebsten zum 50. geschenkt bekommen hatte, der nun unansehnlich ausgeblichen und mit allen Merkmalen einer langjährigen Couchtischnutzung versehen war. Es ging schnell mit dem neuen Exenterschleifer, mit dem Nils schon unseren Esstisch meisterlich saniert hatte.
80-150-320iger Korn, alles glatt wie ein tibetanischer Kinderpopo und dann das gute HartÖlWachs aufpolieren. Die Nachbarn atmen auf und wir quatschen und essen uns durch den Tag.
Nach der Rhabarbertorte mit Streuseln, gebacken mit dem Austauschfett ‚vegan Block‘ (siehe Foto), servierten die beiden ein jahreszeitliches Spargelrezept vom Feinsten.
3 Pfund prachtvoller grüner Spargel aus heimischer Ernte, dazu 10 Zehen Knoblauch, HimalayaSalz, fein geriebener Parmesan und viel gutes BioOlivenöl aus griechischem Direktvertrieb über eine Freundin – oder deren Freundin oder so, stehen ebenso bereit, wie das OfenBaguette.
Den grünen Spargel lediglich an den Enden etwas schälen und schräg in mundgerechte Stücke schneiden. Michael kümmerte sich um den Knoblauch mit einer genialen Würfelmaschine. Zunächst wird der Knoblauch in ein enges Gitter gepresst und dann millimeterweise abgeschnitten. So entstehen im Handumdrehen sehr kleine Würfelstücke – es geht natürlich mit etwas Mühe auch zu Fuß. Der Pfiff dabei ist der saubere ungequetschte Schnitt des Knoblauchs, der ihm viel von seinem „Schrecken“ nimmt.
Die Zubereitung geht dann so zügig, dass Cora immer wieder die vollständige Vorbereitung des sommerlich gedeckten Tisches anmahnte. Sind alle mit Getränken versorgt, steht der Parmesan auf dem Tisch, das Salz nicht vergessen, haben alle die Hände gewaschen, ist das Baguette im Ofen, nehmen wir dafür den veganen Block oder doch lieber Butter oder beides? Michael dagegen mahnt an, ob genug Olivenöl in der Pfanne ist, damit er hinterher mit seinem Brot ordentlich tunken kann – das Schönste!
Tatsächlich brät Cora den Spargel in reichlich Olivenöl und mäßiger Hitze unter ständigem Rühren sanft an. Erst spät kommt das Salz und der Knoblauch dazu. Er soll garen, aber darf nicht verbrennen – also immer schön rühren. Fertig und heiß mit Parmesan genießen. Im nächsten Jahr ist dann aber wirklich der Esstisch fällig, ganz rauh und leicht verwittert ist das gute Stück!
Jetzt wir aber erst einmal die Pfanne ausgewischt.
Mai 2024