geräucherte Forelle Jannick









Zutaten
Forelle Jannick – geräuchert von Sammy
Jannick (zu der Zeit 12 Jahre alt) möchte den Angelschein machen und die Eltern Hanna und Sammy machen ihn gleich mit. Die ersten Fang-Erfahrungen nach der anspruchsvollen Prüfung waren wohl frustrierend für die Eltern - den ersten fing Jannick.
Dann kam das Osterspezial am Fischteich mitten im 3. Lockdown – also mit Abstand und übersichtlichen AnglerkollegInnen an der frischen Luft. Offenbar erlaubt.
Osterspezial geht so: Sündhaft teurer Eintritt pro Angler – dafür 10 kg extra Fischbesatz pro gekauftem Platz und Angeln von 6 bis 19 Uhr.
Dem Anglerglück wird so zwar nachgeholfen – aber eine Garantie ist das noch lange nicht, und mit dem Käscher Fische zu fangen ist verboten!
Hanna hat die erste Forelle herausgezogen – dann noch eine und noch eine und Jannick auch eine und der Nachbar 25 und am Ende waren es 7 eigene die zu verarbeiten waren.
Ausnehmen, waschen und dann 3 Stück davon räuchern.
Die Vorstellung von der Räucherkammer im Haus, nah am Schornstein im Dach gelegen und immer einen intensiven Duft ausströmend, die kann man schon mal begraben.
Geräuchert wird in einer flachen Edelstahlschale, etwas Buchenholzmehl verteilen, innere Metallplatte auflegen, darauf das Gitterrost mit den gesalzenen Fischen (besser zunächst in Salzlake beizen) und Deckel drauf. Das Ganze kommt dann auf ein Stövchen mit 2 Brennern, wie man sie vom Fondue kennt. Die Flammen erhitzen nun das Mehl bis es raucht – das spielt sich aber alles innerhalb der Schale ab, sodass die Umgebung davon (fast) nichts mitbekommt.
30 bis 60 Minuten – je nach Gewicht und Volumen sind wohl erprobt und führen zu köstlich frischem und saftigen Räucherfisch.
Für passionierte Angler ist so ein Forellenpuff, wie Tilman solch einen Teich nennt, natürlich nix. Aber für die ersten Gehversuche gar nicht übel. Allerdings morgens um 6 einen Platz ergattern und dann bis 10 Uhr mit fröstelnden Fingern die Köder knoten und die Angel halten und auf die ersten Sonnenstrahlen warten, die dann aber gar nicht kommen, sondern eher ein Wind, der alles noch einmal kälter werden lässt, das sind schon harte Prüfungen, die vor dem Genuss stehen. Diese Rahmenbedingungen lassen die selbst geangelte Forelle aber trotzdem einfach 10x besser schmecken als eine gekaufte!
Oktober 2022