Sams Smoker

Zutaten

3 kg
Roastbeef
Rosmarinkartoffeln
grüne Bohnen
HüljasRemoulade
500 g
Mayonnaise
6
Eier
3 kleine Becher
Joghurt
3 TL
Dill
5 kleine
Gewürzgurken
kein
Salz
Portionen

Sams Smoker

Es zeichnete sich schon im letzten Jahr ab: Schlichter Holzkohlegrill gehört allenfalls noch in den Stadtpark, angesagt ist Webergrill mit Gas - aber eigentlich ist jetzt ein Smoker dran.

Das Prinzip basiert auf ganz alten Techniken für die Konservierung. Gesichert bekannt ist die Anwendung bereits bei den Germanen – sie wurde seitdem nur unwesentlich verfeinert. Gemeint ist das Verfahren „räuchern“, in der Praxis unterscheidet man kaltgeräuchert (kalter Rauch) für Räucherlachs und zB rohen Schinken und heißgeräuchert für zB Stremellachs und: Jetzt kommt Sam!

Sam lernt schweißen, Sam flext, schleift, konstruiert, zweifelt und verzweifelt und kommt voran: In der Garagenwerkstatt entsteht an langen Tagen / Abenden / Nächten ein Smoker! Großes geschlossenes Fass mit Klappe und Grillgitter, daneben die Brennkammer mit fein konstruierten Klappen zur Regulierung der Luftzufuhr, auf der anderen Seite ein formschöner Schornstein. Endlackierung mit Einbrennlack und fertig ist das stolze Stück.

Die ersten Grillversuche mit dem Smoker wurden intern durchgeführt, weil Mensch und Smoker eins werden müssen, damit die Temperatur gut eingestellt ist, Art und Qualität des Fleisches bestimmt werden und der Geschmack am Ende stimmt, bevor die Restauranttester eingelassen werden. Gut so.

Jetzt war es soweit: Getestet ja, Erfolge hatten sich eingestellt, 3 kg Roastbeef waren dann doch eine Herausforderung, weil noch nie gemacht. Sam hatte Lampenfiber wie vor einer Premiere. Das Roastbeef lag schon einen Stunde im Smoker (gesalzen, gepfeffert und mit Senf bestrichen!) und man sah nichts – keine Veränderung. Aber kein Problem: Die ständig gemessene Kerntemperatur lag noch um 30°. Nach 2 geplanten Stunden sollten es 54° werden. Das war schon spannend! Holz nachlegen, Hitze in der Rauchkammer auf 120° halten, geduldig sein, Hunger unterdrücken (das Teil wird nie fertig!), Kerntemperatur beäugen, abwarten. Endlich! Genau in der Zeit! Fertig!
(Tabelle mit Kerntemperaturen findest Du im Fototeil)

Sah aber immer noch so blassrosa aus, wie zu Beginn. Gemeinsamer Entschluss: Noch kurz direkt auf den Grill in der Feuerkammer für die Bräune und Kruste – oder vorher in der Pfanne anbraten, war ein Tipp.

Anschneiden: Spannung wie nach dem Glockenguss! Alles gut. Ein zartes, gut gegartes Stück Fleisch präsentiert sich. Sam zeigt uns den smokertypischen, deutlich rosa Krustenrand.

Ergebnis: Geschmack 1a, eine rauchige Kasslernote dabei und doch Roastbeef, sehr schön saftig, superzart und von der Optik so wie very slow gebratenes Fleisch im Backofen. Voller Erfolg!

  • Empfehlung: Sollte sich eine Smoker-Einladung ergeben, unbedingt mitnehmen!

Sam hat nach diesem Erfolg ganz neue Pläne entwickelt. Der Truck steht schon im Garten:

SamSmoken®GmbH&CoKG

Feste für Raucher und Fleischliebhaber

Die Firma ist gegründet, Beteiligungen sind noch möglich!

 

Dazu: Gab es eine tolle Remoulade nach einem Rezept von Hannas Freundin Hülja und Rosmarin-Kartoffeln.

HüljaRemoulade

500g Mayonnaise
6 Eier
3 kleine Becher Magerjoghurt
2-3 TL Dill getrocknet
5 kleine Gewürzgurken
kein Salz

Die 6 Eier hart kochen, abpellen und klein schneiden/hacken. Mayonnaise in eine Schüssel geben, 2x Joghurt dazu und mit dem Schneebesen verrühren. Die Eier zugeben und auch die gehackten Gewürzgurken. Dill dazu und alles gut vermengen. Abschmecken und entscheiden, ob der 3. Joghurt dazu soll. Bei Hanna waren allerdings nur 5 Eier drin, weil Thore sich eines geschnappt hatte.

August 2017