RoterAufgesetzter vs TürkischWodka


Zutaten
Hans Roter Aufgesetzter vs. Hannas Wodka Türkisch-Pfeffer
Roter Aufgesetzter gehörte zur Jugend der 60-iger Jahre, genauso wie Zitronenkorn. Die Eltern waren für Dujardin, Martini und Asbach Uralt zu haben. Heute vergnügt sich die Jugend mit einer ungeahnten Getränkevielfalt die sich am Ende auf Wodka verdichtet.
Hier nun das Traditionsrezept vs. jugendlichem Ausprobieren.
#roterKorn
500g rote Johannisbeeren
150g brauner Kandiszucker
1 aufgeschnittene Vanilleschote
3/4 l Flasche Korn 36%
Beste Johannisbeeren waschen, trocken tupfen und vom Stängel ziehen, mit dem Kandiszucker in eine saubere Flasche füllen - zwischendurch die aufgeschlitzte Vanilleschote einsetzen. Zum Schluss den Korn darauf geben, Flasche verschließen und kräftig schütteln.
Nun noch 3 Monate kühl und dunkel lagern (Keller), dann den vermutlich vitaminreichen Saft filtern und in schöne Flaschen füllen.
#LakritzWodka
1 Flasche Wodka
1 Tüte Türkisch Pfeffer
Ist der Rote Korn aufgesetzt, gehts weiter: Eine Tüte Türkisch-Pfeffer zerstoßen. (Türkisch-Pfeffer sind salmiak-scharfe Lakritzbonbons) Die zerstoßenen Bonbons gerecht in schöne Faschen füllen und mit Wodka auffüllen. Die zugekorkten Flaschen müssen nun täglich geschüttelt werden, bis sich die Bonbons nach und nach vollständig aufgelöst haben. Nach wenigen Tagen ist der Wodka fertig und muss sich in der Tiefkühltruhe zum eiskalten Kultgetränk entwickeln.
Ergebnis: Super „Ouzo“ und sehr viel schneller fertig als der Rote Korn (dafür fehlen aber jegliche Vitamine!). Geschmacklich ist das einen Selbstversuch wert.
Und wäre es nicht auch eine naheliegende Verständigung der Generationen, den Aufgesetzten mit Wodka zu versuchen und den TürkischPfeffer mit Korn zu verfeinern?
Juni 2016