Er ist wieder da

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„Er ist wieder da“ von Timur Vermes.

Eine bitterböse Satire, in der Hitler im heutigen Berlin auf einem leeren Grundstück aufwacht und seinen Weg ins deutsche Fernsehen geht. Sturheil analysiert er seine Umwelt mit seiner bizarren Logik – gelesen von Christoph Maris Herbst

Er entdeckt in seinem Hotelzimmer einen Fernsehapparat:

… Dies also war ein heutiges Fernsehgerät. Es war schwarz, hatte keine Schalter, Knöpfe, nichts. Ich nahm das kleine Kästchen zur Hand und presste aufs Geratewohl die Eins, und der Apparat sprang an. Das Ergebnis war enttäuschend.

Ich sah einen Koch, der Gemüse klein hackte. Ich konnte es nicht glauben: Eine derart fortschrittliche Technik wurde entwickelt und genutzt, um einen lächerlichen Koch zu begleiten. Gut, es konnte nicht in jedem Jahr Olympische Spiele geben, auch nicht zu jeder Uhrzeit, aber es musste doch irgendwo in Deutschland oder womöglich gar der Welt etwas Bedeutenderes stattfinden als dieser Koch! Kurz darauf kam noch eine Frau hinzu, die sich bewundernd mit dem Koch über sein Geschnipsel unterhielt. Mir blieb der Mund offen stehen. Da war dem deutschen Volke von der Vorsehung eine derart wunderbare, grandiose Möglichkeit der Propaganda geschenkt worden und sie wurde schlichtweg verplempert mit der Herstellung von Lauchringen. … Also drückte ich die Nummer zwei, und sofort verschwand der Koch, um sogleich einem anderen Koch Platz zu machen, der mit großem Stolz den Unterschied zwischen zwei Sorten von Rüben erörterte. Eine mindestens ebenso denkwürdige Amsel wie eben beim ersten Koch stand neben dem zweiten und bestaunte die Weisheiten dieses „Rübezahl“. Ich presste entnervt die Drei. So hatte ich mir die moderne Welt nicht vorgestellt.

Rübezahl verschwand zugunsten einer dicken Frau, die ebenfalls an einem Herde stand...

Ein tolles Buch - ein tolles Hörbuch - unbedingt kaufen!

Titel 2015