Hannas Kaninchen in Rotwein


Zutaten
Hannas Kaninchen in Rotwein und Schnellkochtopf
Am Ende kam es durch: Offensichtlich hat Hanna mit diesem Rezept ein Kindheitstrauma bewältigt. Von der eigenen Mutter ein ganzes Kaninchen (mit Kopf! – da kann man aber zweifeln) zu Ostern serviert bekommen und zwei jahrzehntelang kein Kaninchen mehr angerührt. Jetzt ist es soweit, der Therapeut hat wohl zugeraten.
Kaninchen frisch oder tiefgekühlt erstehen. 400g pro Person muss man wohl rechnen, weil viel Knochen dabei sind, selbst wenn man den Kopf abrechnet, der erstaunlicherweise nicht dabei war… (war allerdings auch nicht Ostern!)
Hanna hatte die beiden Kaninchen in 1 Liter Rotwein mit Wachholderbeeren und Lorbeerblättern über Nacht eingelegt.
Mit der Geflügelschere lassen sich handliche Stücke teilen. Im Topf kurz und scharf anbraten, dann die Stücke mit frischen Kräutern wie Thymian, Basilikum und Rosmarin, 10 Wachholderbeeren und ein paar Lorbeerblättern zusammen mit geachtelten Zwiebeln und zwei zerstückelten Knoblauchzehen in den Schnellkochtopf geschichten. Etwas Instant-Brühe dazu und ein Glas Wasser, dann von dem Wein dazu, in dem die Kaninchen schwimmen gelernt haben. Den Schnellkochtopf halb mit Flüssigkeit auffüllen.
Deckel zu und 25 Min garen.
Das Ergebnis ist berauschend (nicht vom Wein) und überzeugend. Das Fleisch ist zart und fällt vom Knochen, lässt sich gut essen und schmeckt am Besten mit Rotkohl und Klößen. Die Soße dazu ist schnell gemacht: Fleisch in vorgewärmte Schüssel heben und den Sud im Topf mit etwas Mondamin Soßenfix binden – fertig.
Vergesst mal die vielen Prozeduren, die die Großmütter mit Kaninchen angestellt haben. „3 Tage in Buttermilch beizen“ oder „zu weißem Fleisch gehört weißer Wein“. Hannas Therapie mit Rotwein an Kanin ist erfolgreich gelaufen und kann jedem empfohlen werden, der Probleme hat, die süßen flauschigen Hoppler in den Kochtopf zu zerren – man muss damit ja nicht Ostern anfangen!
Die Zwillinge bekamen Milchreis, entschieden sich aber doch für Klöse mit Sose. Den Milchreis müssen die Eltern wohl zum Frühstück noch mal anbieten…
November 2011