Mackaroni mit Tomatensoße

Zutaten
Mackaroni mit Tomatensoße
Schenkt man Oma Feli Glauben, dann sind ihre Kinder allein durch ihre Mackaroni mit Tomatensoße so gut geraten – und wir glauben das auch, - wenn man alle Faktoren für eine gelungene Kindheit vorurteilsfrei abwägt.
Demokratische Regeln der Mehrheitsabstimmung sind Grundvoraussetzung: „ Kinder, was wollt ihr essen?“ „Mackaroni mit Tomatensoße!“
Beachtung der Wünsche von Schwächeren in der Gesellschaft: „Kinder was soll ich heute kochen?“
„Mackaroni mit Tomatensoße!“ Kinder in ihren Bedürfnissen wahrnehmen und ohne immer dort, wo Kinderanliegen ohne Beschädigung von höherwertigen Grundsätzen zu erfüllen sind, denen auch Raum verschaffen: „Kinder, ich habe heute Mackaroni mit Tomatensoße gekocht!“
Tolle Mutter.
Das Rezept ist raffiniert und funktioniert. Allein das Nachkochen benötigt Liebe und Kenntnis der kindlichen Seelen.
Mackaroni (damals schrieb man die noch mit ck) bis die Mäuler gestopft sind.
Die Soße: Zwiebeln in kleine Würfel schneiden und in Butter anschwitzen. Anschwitzen, heißt: garen, aber nicht bräunen – weder die Butter noch die Zwiebeln! Dann Mehl dazu und mit Wasser und Milch langsam zu einer Mehlschwitze ohne Klümpchen verrühren. Jetzt kommt Ketchup dazu. Damals war es das unvergleichliche Produkt von Libby’s – gleichsam ausreichend süß, aber doch aus einer Unzahl von Tomaten gewonnen, nicht so sauer und vor allem nicht gewürzt. Heute bleibt als Alternative nur Kraft Tomatenketchup, aus sonnengereiften Tomaten mit dem ÖkoTestSiegel ‚sehr gut’ aus 04/2007. Wichtig scheint mir hier die Glasflasche, nicht nur, weil sie an Libby’s erinnert.
Wenig davon muss nur dazu. Lieber zwei bis fünfmal abschmecken, bis der milde Geschmack entsteht, der uns immer so begeistert hat – vielleicht etwas Salz.
Dazu gab es gekochten Schinken - mal aufgerollt, mal aufgestreut, mal in die Soße eingerührt.
Probleme in der Erziehung? Alles hausgekocht!
April 2010