Martins schwedische kräftor

Zutaten

1 Packung (20 Stück)
chin. Flusskrebse (IKEA)
Knäckebrot
Kaviarcreme
alter Västerbottenkäse
Wodka + Preiselbeersaft
Dill-Dipp:
1 EL
Senf, mittelscharf
1 EL
Senf, scharf
1½ EL
Zucker
1 EL
Weißweinessig
2½ EL
Öl
2 EL
frischer/getrockneter Dill
Portionen

Martins schwedische kräftor

Schwedische Midsommernacht, draußen auf dem Steg am ruhigen und klaren See, verwunschenes Licht, einen Campingkocher und eine Flasche klaren Wodka, Preiselbeersaft und Knäckebrot mit Kaviarcreme und altem Västerbottenkäse (einer Art schwedischem Tilsiter) dazu echte Männer, schöne Frauen und die frisch gefangenen Flusskrebse mit dem milden Dill-Senf-Dipp, die hier zubereitet werden.

Krebse sollen also im Freien gegessen werden, und um den Tisch herum müssen bunte Lampions hängen. Unbedingt dabei, muss ein fröhlicher Vollmond sein. Der Tisch wird mit einem Papiertuch gedeckt und die Teller müssen eigentlich und unbedingt farbenfroh und aus Pappe sein. Martin hat allen ein Lätzchen umgebunden und wir mussten jeder einen albernen spitzen Hut aufsetzen.

Soviel Atmosphäre hat auch IKEA in seinen 1-kg-TK-Paketen mit den etwa 20 chinesischen Flusskrebsen eingefangen. Die Flusskrebse mit den zarten Fühlern und Gliedern sind in einem Eisblock eingefroren worden, damit bei Transport und Lagerung nichts abbricht. Deshalb muss man etwas Zeit einplanen oder den Block in warmem Wasser langsam auftauen lassen, bis die streng nach Original schwedischem Rezept in Dillsud gekochten Krebse in ihrer ganzen Pracht in der Küche bereit sind.

Die Vorbereitung währenddessen geht dann schnell. Knäckebrot mit der typischen schwedischen Kaviarcreme aus der Tube von Kalle bestreichen und mit Käse belegen, Gläser bereitstellen, Teller und eine Abfallschale. Dazu der Dill-Dipp und jetzt die Krebse (noch im Eisblock?) in heißes Wasser geben, ziehen lassen (nicht kochen) und dann zügig servieren. Martin hat ein Bett aus grünen Salatblättern vorbereitet und die roten Teilchen nett im Kreis arrangiert.

Julia hatte es dann schnell raus: Wie eine Riesenkrabbe wird zwischen dem Brustpanzer mit Kopf und dem Schwanzteil aufgebrochen und getrennt, anschließend die Deckschale des Schwanzes entfernt (von unten her auseinanderdrücken) und zuletzt die am Rücken laufenden Innereien abgezogen. Jetzt ist der Krebsschwanz perfekt für den Dip bereit.

Martin empfiehlt dazu den Absolut Vodka oder Aquavit und die beliebten schwedischen Saftgetränke aus Preiselbeeren für die anderen. Dazu wird zunehmend lautstark gesungen. Ein Trinkspruch lautet: „Ein Krebs, ein Schnaps, ein Lied“.

Brittas Empfehlung:

Krebsdressing mit Dill (gut auch für geräucherten Lachs!)

1 EL mittelscharfer Senf, 1 EL scharfer Senf, 1½ EL Zucker, 1 EL Weißweinessig, 2½ EL Öl eintröpfeln, 2 EL frischer Dill oder getrockneter

In dieser Reihenfolge kräftig mixen.

Juni 2009