Chilenische Pollona

Zutaten

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Portionen

Chilenische Pollona

mitgebracht von Frauke und Martin: zusammengekochtes Fleisch

Insgesamt stimmt es, dass ein Chilene keine Bedenken hat, alle möglichen verschiedenen Arten von Fleisch zu mischen und, dass es im Falle der Pollona ein Muss ist!!! Das Huhn muss zwar zerteilt sein, aber eine Keule ist schon ein praktisches Stück beim Essen! Im Prinzip ist die Pollona eine deftige Brühe mit großen Teilen in einem Topf (a la olla). Frauke meint, dass 400g Fleisch pro Person Satz ist.
Wichtig ist aber dabei, dass man dazu diese Chili-Tomaten-Salsa reicht (sowieso immer, sonst ist es nicht chilenisch!), bei der man die Tomaten schaumig rühren muss und neben Salz und Pfeffer etwas Kreuzkümmel, Koriander und Chili hinzufügen muss.

Für diese Spezialität aus Los Ángeles wird gekauft:

Hühnerkeulen
Nackenfleisch vom Schwein
Rinderschmorfleisch
Lammkotelett
oder auch z.B.
grobe Grillwurst !!! (oder Mettenden)
Bauchfleisch geräuchert
Gemüsezwiebel
Knoblauchzehen
Brühe instant oder Fond
Paprika- oder Chilipulver und Oregano, Salz und Pfeffer,
dazu wieder Kreuzkümmel (Cumin) und Koriander


Zusätzlich macht sich auch grob geteiltes Gemüse gut im Topf (oder auch ein deutsches Suppengrün!) – das heißt dann aber anders.

Zubereitung:
Den Nacken und das Rindfleisch in große Brocken teilen, große Hühnerkeulen zerteilen, Würste in 5 cm große Stücke schneiden, Lamm-koteletts halbieren – also alles groß und grob lassen und in heißem Öl von allen Seiten kräftig anbraten.
Gemüsezwiebeln halbieren und in Scheiben schneiden.
In einem großen Topf die Zutaten folgendermaßen anordnen: Schwein und Rind auf den Boden, darauf das Lamm und die Hühnerkeulen und danach ggf. die weiteren Fleischsorten, etwas Salz und die Gewürze, die Zwiebeln und Knoblauch immer dazwischen schichten. Brühe und Wasser angießen, ggf Weißwein und den Topf bei mittlerer Hitze zum Kochen bringen, dann zurückschalten, damit es mindestens weitere 60 Minuten vor sich hin köcheln kann – kann auch länger auf dem Herd stehen, auf die Gäste warten oder aufgewärmt werden.

Der Topf kommt auf den Tisch und der ist gedeckt mit Teller und einer kleinen Tasse. Jeder fischt sich die Lieblingsstücke aus dem Topf und bei der Pollona wird dann anschließend der Fleischsud aus den kleinen Extratassen getrunken! Im Original war das trotz des 1a-Restaurants eine fettige Angelegenheit.

Die Salsa nicht vergessen und vielleicht etwas frittiertes Brot (kleine runde Brötchen in Fett frittiert), Papasfritas (erste Vermutung: Ronjas Wortschöpfung – aber so heißen die Pommes in Chile) oder Kartoffeln und Reis dazu.

Aus dem Reisetagebuch:
In Chile aßen wir diese Spezialität aus Los Ángeles, als wir mit unseren Mitstudenten vom Bürgermeister zum Mittagessen eingeladen wurden... Dort plauderte Martin mit dem Bürgermeister etwas über die schwierige Situation, die sich den Touristen mit den nicht existenten Fahrplänen für Busse ergibt, Frauke ein wenig über kulturelle Veranstaltungen und Möglichkeiten der Stadt, jeder von uns Studenten eben so über dies und das, während wir uns mit kulinarischen Sünden dieses Landes auffüllten und einer Folklore-Darbietung lauschten...

In der Zeitung waren wir schon zum x-ten Mal mit unseren Projekten vorgestellt worden.

Martin lief mit seinem Chef durch die Stadt, der dann zu ihm meinte: „Du bist hier schon berühmt! Viel bekannter als ich - Der eine Typ meinte eben: guck mal ein Gringo!, worauf der andere eifrig antwortete: nee, das ist kein Gringo, das ist ein deutscher Student, das weiß ich aus der Zeitung!!!“

Januar 2016