Orientalische Mezze

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Orientalische Mezze

Udo ist 50 geworden und lädt ein in das Völkerkundemuseum an der Rothenbaumchaussee. Dort hatte er den „Leitbild-Entwicklungsprozess“ begleitet und konnte daher mit viel persönlichem Bezug in der Eingangshalle empfangen, die nächtliche Führung durch das Aztekengold organisieren und kulinarisch im Restaurant Okzident bewirten.

Dort erwartete die Gäste eine reichhaltige und vielfältige orientalische Vorspeisenauswahl. Köstlich, unbekannt und geheimnisvoll im Geschmack.

Diese Mazzetafel mit Gemüsegerichten, Dips und Häppchen in vielen kleinen Schüsselchen ist typisch für orientalische Gastlichkeit und motiviert sofort zum Nachkochen.

Von Silke sei an dieser Stelle das GU-Kochbuch „Orientküche“ für 9,90 € empfohlen - in jeder ordentlichen Buchhandlung vorrätig.

Schwerer war es dann doch die typischen Gewürze und Zutaten zu bekommen, die super auf den ersten Seiten vorgestellt werden:

Harissa - eine scharfe Paste aus der Tube, Granatapfelsaft - aus der Flasche, Tahina - eine Sesampaste aus dem Glas, dazu Unmengen an glatter Petersilie, Koriander, Minze, Zitrone und Kardamom, Schnittlauch, Cumin (Kreuzkümmel), Safran und Ingwer.

Mein extra Ausflug nach St. Georg in die Steinstraße und die dortigen einschlägigen Orientgeschäfte war eine besondere Erfahrung und führte natürlich zum Ziel. Die Gewürze habe ich letztlich aber auch alle beim nächsten Türken gefunden, wo auch die Kräuter in ansehnlich großen Bunden preiswert zu haben sind – da kommt famila nicht mit.

Die Kräuter lassen sich übrigens gut waschen und zupfen – und dann in Tüten einfrieren!

Auf der Rückseite des Kalenders waren 7 Rezepte aus dem GU-Kochbuch ermunternd zum Kuaf des Buches schnöde abkopiert.
Hummus, Babaghanoush, Möhren mit Kardamom, Bohnenpüree, Süßkartoffelsalat mit Ingwer, Falafel – im ersten Anlauf nicht gelungen…, Lammbällchen mit Minze

Eine Herausforderung ist es aber schon, alle Vorspeisen zusammen auf den Tisch zu bringen. Besser ist es, einzelne auszuprobieren und etwas Übung zu bekommen.
So aus dem Handgelenk gelingt das ja nur Silke, die zu Jens-Peters Geburtstag ein orientalisches Büfett in den Garten zauberte. Hier ein kleiner Auszug ihrer Rezepte, die man auch ohne viel Übung sicher nachkochen kann.

Bohnensalat mit Minze:
grüne Bohnen, Frühlingszwiebeln, Tomaten, Minze, Knoblauch, Zitronensaft, Paprika rosenscharf, Pfeffer, Olivenöl – alles vermischen

Salat mit Pistaziendressing:
fein gehackte Pistazien, Orangensaft und Schale, Minze, Frühlingszwiebeln, gemahlenen Kreuzkümmel, Pfeffer, Salz, Zitronensaft und Olivenöl zum Dressing vermischen und mit beliebigem Blattsalat anrichten.

Oliven mit Chermoula:
Frühlingszwiebeln, Knoblauch, Kreuzkümmel, Paprika edelsüß, Salz, Pfeffer, Zitronensaft, frischen Koriander und Petersilie mit Olivenöl vermischen und Oliven darin marinieren.

Safranzwiebeln mit Honig:
kleine Zwiebeln (Schalotten) anbraten, Ingwer-, Paprika- und Zimtpulver drüber. Honig dazu geben und mit in Wasser aufgelöstem Safran ablöschen. Silke ersetzt Safran immer durch Gelbwurz - ist billiger. 20 Minuten köcheln lassen, abkühlen und mit Salz und Zitronensaft abschmecken.

Gurkenjoghurt mit Rosinen:
Walnusskerne hacken, mit frischer Minze, Rosinen, Salz, Pfeffer, gewürfelter Salatgurke und Joghurt mischen

Petersilienspinat:
Spinat blanchieren oder TK Spinat auftauen, fein schneiden mit viel Petersilie mischen, drei Knoblauchzehen, Zitronenschale- und Saft, Olivenöl, Kreuzkümmel, Paprika edelsüß drunter mischen und mit filetierten Zitronenspalten belegen

Möhrenpüree:
Möhren schälen und weich kochen, mit Knoblauch, Zitronensaft, Kreuzkümmel, Harissa und Olivenöl pürieren

 

  • Orient – Buffet Rezepte

Foul (ohne Foto):
Ein Pfund getrocknete Bohnen über Nacht einweichen am nächsten Tag mit einer großen Zwiebel, Lorbeerblatt und zwei Knoblauchzehen so lange kochen, bis alles Mus ist. ...4 Stunden... Wasser nachgießen.

Das wäre es eigentlich, wenn nicht alles anbrennt, wie bei mir. Hab´s solange mit Bahrat gewürzt bis es kaum noch zu merken war...oder
Dazu gibt es gewürfelte gelbe Spitzpaprika, Tomaten, Gurken und rote Zwiebeln. Außerdem Kreuzkümmel und Olivenöl hinstellen.

Falafel:
250g grüne oder gelbe Erbsen über Nacht einweichen.
Am nächsten Tag mit 2 Zwiebeln, 2 Knobizehen, Petersilie, Koriander, Kreuzkümmel, Paprika edelsüß, Backpulver zu Brei zerkleinern... Küchenmaschine oder Fleischwolf... im Öl frittieren

Tabouleh:
Ganz viel Petersilie hacken und etwas Pfefferminze.
Bulgur kochen, abkühlen lassen, mit klein gewürfelten Tomaten, Gurke, Frühlingszwiebeln, viel Zitronensaft, Olivenöl, Salz und Pfeffer vermischen

Fenchelfrikadellen:
alles wie bei normalen Buletten machen, nur viel geraspelten Fenchel und Fenchelsamen drunter mischen... kleine Bällchen formen und braten

Ingwerplätzchen:
200g Honig umrühren und erwärmen, dann die Masse leicht abkühlen lassen. Anschließend 100g Rohrzucker, 60g Mandeln, Eier, 3 Kakao und 1,5 TL gemahlener Ingwer, 1 Messerspitze Nelkenpulver, 1 TL Kakao dazugeben und alles gut verrühren. 450g Mehl mit Backpulver mischen und in die Masse einarbeiten. Alles gut verrühren und den Teig dann etwa zwei Stunden kalt stellen.
Dann den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche etwa vier Millimeter dick ausrollen. Nach Belieben Figuren ausstechen. Die Figuren dann auf ein Backblech mit Backpapier legen und im Backofen bei 180 Grad ca. 15 Minuten backen. Mit eingefärbtem Zuckerguss bestreichen und mit Zuckerkugeln (Pflichtkauf in Schweden- gibt’s in Tingsryd Tütenweise auf dem Markt) verzieren.

...mit Mengenangaben ist das so eine Sache bei mir... aber Du wirst schon zurechtkommen... immer soviel, dass es gut aussieht und schmeckt... aber bei diesen Rezepten immer mehr Petersilie (habe mehrere Riesenbunde vom Türken verbraucht) und mehr Zitrone nehmen als man denkt... viel Spaß

 

April 2008