Gotjes grüne Bandnudeln

Zutaten

500 g
grüne Bandnudeln
1 Klacks
Butter
1 EL
Mehl
½ l
Milch
1 Packung
Schmelzkäse
(Gouda)
Portionen

Gotjes grüne Bandnudeln mit Käsesahnesoße

Gotjes Essenswünsche sind vielfältig, werden aber nicht sehr häufig erfüllt: Pommes von MD oder Pizza MAX – aber: „Im Kindergarten schmeckte das Essen immer!“ Das ist natürlich ein Dolchstoß für unsere vielseitige und ideenreiche Küche.

Was kann der Kindergarten, was wir nicht können? Mit dieser eifersüchtigen Fragestellung konnten wir in mehreren Sitzungen mit der Hauswirtschaftsleitung das Geheimnis lüften. Viele Anläufe waren nötig, denn grüne Bandnudeln sind noch lange nicht die vom Kindergarten und der Käse schmeckt ganz anders.

Jetzt aber leuchten Gotjes Augen, wenn es ihre Leibspeise gibt:

Der Einkauf ist unbedingt von no-name-Produkten aus dem Billigregal gekennzeichnet. Mehl wurde dem 25 kg Sack entnommen, wir haben uns für frischgold Schmelzkäsezubereitung entschieden und nur fürs Foto haben wir Markennudeln von barilla verwendet. Dazu frische Butter und Milch für die Schwitze und vielleicht eine Prise milden geriebenen Gouda für etwas Geschmack (darf Gotje aber nicht sehen).

So macht Gotje das inzwischen selbst:

Zuerst legt sie ganz ordentlich alle Zutaten bereit und setzt das Nudelwasser auf. Auch der Tisch kann schon gedeckt werden, denn jetzt geht es schnell. Gotje lässt einen ordentlichen Klacks gute Butter schmelzen und rührt ein bis zwei Esslöffel Mehl hinein. Dafür ist ein Schneebesen gut und wenn jetzt noch Milch dazu kommt, ist das eine Mehlschwitze. Mit der Milch und unter ständigem Rühre entsteht unter Gotjes verständigen Händen eine sämige Grundsoße, in die nun der Frischkäse kommt. Der schmilzt so vor sich hin und muss manchmal umgerührt werden – etwas Salz dazu und fertig – oder doch noch ein bisschen Milch dazu, weil sie zu dick ist? Die Nudeln sind inzwischen fertig und jetzt schnell die Soße darüber, bevor sie zu Beton erstarrt.

Weshalb es so schwierig war, das jetzt nachzukochen? Es war die Sucht, immer alles noch verfeinern zu wollen, die schlichte Egozentrik der ständigen Bessermacherei.

Hier haben wir die neue Einfachheit wiederentdeckt und seitdem klappt das auch wieder mit dem Haushaltsgeld.

Oktober 2008