Das Meisterstück von Nils: Pesto

Zutaten

15 Bunde
Basilikum
1 kg
Knoblauch
500 g
Parmesan
300 g
Pinienkerne
2 l
Olivenöl
Salz
800 g
getrocknete Tomaten in Öl
reichlich
Twist off Gläser
4 Wochen Reifungszeit abwarten
Portionen

Das Meisterstück von Nils: Pesto

Es hat mindestens 1 Jahr gedauert, bis es zu einem gemeinsamen Kochtermin für die Herstellung dieses sagenhaften Pesto gekommen ist, das Nils schon seit dem Jahr 2000 im Kühlschrank hortete und von dem er erst kürzlich den letzten Rest verbraucht hat.
Endlich war das alte toskanische Rezept aufgetrieben, mehr entlockt, und der Einkauf konnte den gemeinsamen Abend vorbereiten. „Bring doch noch ein paar schöne Gläser mit“, hieß es unverfänglich, „und hast Du noch einen Mixer, meiner geht nicht mehr“.

Nils hatte streng nach Rezept eingekauft:

10-15 Bund Basilikum, bzw entsprechend üppige Töpfe, 1kg Knoblauch mit großen Zehen (man wird sonst wahnsinnig beim Schälen), ca 500g frischen Parmesan ca 300g Pinienkerne, 1-2 l Olivenöl, etwas Salz

und für die 2. Variante:
800g getrocknete Tomaten in Öl

Später sagte Arne dann treffend, dass man damit eine ganze Kohorte*) erledigen könnte, aber das weiß man ja vorher nicht.

1 kg Knoblauch putzen, das ist ein Erlebnis, das nicht vielen Menschen vergönnt ist. Wir haben es zusammen ausgekostet. 12 Töpfe Basilikumblättchen ernten (Svenja) und 500g Parmesan fein mit der Hand reiben sind die nächsten Herausforderungen.
Es empfiehlt sich ein leistungsorientierter Küchenmixer, so etwas wie eine Mulinette, um nun die Zutaten zu einem homogenen Brei zu pürieren. Käse, Pinienkerne und der Knoblauch bilden die helle Grundmasse, die durch etwas Olivenöl geschmeidiger wird – etwas salzen für die Haltbarkeit.
Dieser Grundmasse werden jetzt die grünen Basilikumblättchen zugefügt, für das rote Pesto werden der Grundmasse die getrockneten Tomaten und etwas vom fertigen grünen Pesto beigefügt.

Fertig, ab in schöne Gläschen und mit etwas Öl abgedeckt im Kühlschrank über Jahre lagern.

Wir hatten etwas Familie zum Pesto-Essen geladen, um die Frische des Erzeugten zu erleben. War aber dann doch etwas voreilig: Der Knoblauch war so dermaßen scharf, dass nur die ganz tapferen Esser durchhielten.

Wir sind nun sicher, dass ein gutes Pesto erst ablagern muss. Mindestens 4 Wochen. Dann einfach unter frische Nudeln heben – ein Genuss!

Tipp: Wenn es dann doch nicht ganz so toll schmeckt – macht nichts: Es bleibt immer ein gutes Würzmittel für alle mediteranen Essen.

4 kg Pesto sind es am Ende des langen Tages geworden, 3 Haushaltsgeräte haben ihr Leben ausgehaucht und 2 unverdorbene kleine Kinder (Arne+Gotje) werden nie wieder in ihrem Leben Pesto essen – was für ein Rezept!
Es macht Sinn, die Mengen auf die eigene Haushaltsgröße herunterzubrechen.

Die TwistOff-Gläser sind in den nächsten Tagen zunächst übergelaufen (!), was der schwangeren Svenja die ganz Schwangerschaft versaut hat, weil sie Knoblauch gar nicht abkonnte. Gläser (oder besser das Pesto) zum ausgasen auf den Balkon, bis kein Innendruck mehr vorhanden ist...

*)

100 Legionäre = 1 Zenturie
2 Zenturien = 1 Manipel
3 Manipel = 1 Kohorte
10 Kohorten = 1 Legion

September 2007