Hechtfrikadelle oder Kleinbarsch an Grill



Zutaten
Hechtfrikadelle oder Kleinbarsch an Grill
Hecht kommt nur Könnern und nur mit anglerischer Finesse an die Angel. Für den Schwedenurlaub machten wir deshalb an heimischen Gewässern einen Schnellkurs bei Jens-Peter: Lernten die Angel werfen und aufspulen, das Spiel der Blinker zu steuern, die Wobbler und Gummifische geschickt zu wählen, sie weit auszuwerfen, um sie dann in lebendigem Spiel am Maul der Räuber vorbeizuspillen, in der Hoffnung, seinen räuberischen Appetit dabei anzuregen.
Sicherlich, in den Erfolg muss man auch investieren. Glücklicherweise war das Portemonnaie gefüllt und der bestsortierte Angelladen nah, sodass wir mit verschiedenen Angeln, Rollen, einem Netz, Fischtöter (groß) und einer erklecklichen Anzahl an Wobblern und Gummifischen in allen Formen, Farben und Größen und dazu den erprobten, fängigen Blinkern den Urlaub antraten.
Die schwedischen Hechte waren dann aber doch anders. Nicht, dass wir nicht gekämpft hätten: Allerdings beim Stegangeln zunächst damit, die widerspenstigen Haken der Köder aus dem Ufertang zu retten. Die Verluste mehrten sich, und so zog es uns aufs Wasser: Ruderboot oder Kanu, 2 bis 4 Angeln kräftig in alle Himmelsrichtungen ausgeworfen, gespillt und erneut ausgeworfen. Die meiste Zeit verbrachten wir dann aber doch beim Schnüresortieren... Wahrscheinlich waren wir auch zu laut. Als wir leiser waren, war das Wetter zu gut. Als das Wetter schlechter war, standen die Hechte zu tief für unsere Köder – ein Nachkauf, gerade der tiefgehenden Köder - brachte leider nichts, weil hier die Hechte zu klein für unseren Köder waren...
Dann kam Jens-Peter nachgereist und zeigt es uns noch einmal: Ganz einfach, nicht nur drei Stündchen auf dem Wasser rudern, sondern so lange auf dem Wasser bleiben, bis gebissen wurde!
8 Stunden waren gar nichts – viermal um den See und an allen Abrisskanten unter Wasser entlang die ausgeworfenen Köder vorbeiziehen. Regen ist gut für die Fische – aber das Boot nicht so laut leerschöpfen.
Wir hatten ihn dran, wir wurden belohnt, vielmehr Jens-Peter hatte ihn. Unser größter Erfolg war der kapitale Barsch. Für die richtige Perspektive haben wir ein neues Lineal gezeichnet – doch dann kam Gotje mit ihrem...
Deshalb gab es Fischfrikadellen.
Besonders geeignet für die Verwertung sind kleine Fische, Reste von großen und auch Reste von gekochtem Fisch vom Vortag. Ein echter Angler isst seinen Fisch ganz und gar auf.
Die Fischfilets werden gehackt (kleine Gräten werden dabei ebenso zerkleinert und sind nicht mehr zu finden!).
Dafür nimmt Silke das Blitzhacker-Küchenmaschine-Rührgerät von TUPPER mit Handkurbel und super Ergebnissen. Gleich dazu kommen Zwiebeln, Kapern, ein eingeweichtes trockenes Brötchen, Pfeffer und Salz und entsprechend viele Eier – alles grob in den Hacker und blitzhacken. Vielleicht auch gleich den Geschmack variieren und ein bisschen Teig mit Dill oder anderen Varianten würzen. Die geformten Frikadellen in Mehl oder Semmelbröseln wenden und abbraten.
Im nächsten Jahr wollen wir mal auf Wildschwein gehn...
Juli 2006