Felicatess-Brote

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Felicatess-Brote

Selbstverständlich haben wir Kinder unsere Mutter nie mit Vornamen angesprochen, dies blieb unserem Vater (oder der Verwandtschaft) vorbehalten.

Trotzdem waren wir stolz auf die Vornamen der Eltern, denn ein wenig Aufsehen gab es schon in der Schule, wenn wieder einmal die Elternnamen notiert wurden.

Felicitas und Bruno.

Mit großem Gespür für Lob und Dank schuf nun mein Vater den Begriff der „Felicatessbrote“, die unsere Mutter immer zu besonderen Gelegenheiten – und besonders im Urlaub in der Lüneburger Heide – im engsten Familienkreis zauberte. Es waren größte Schmausereien, die wir dann veranstalten konnten und wir liebten unsere Mutter dafür.

Am größten waren die Scheiben von dem extra für uns bei Edeka Warneburg zurückgelegten PAECH-Brot mit der bekannten U-Bahn-Werbung:

Kuno sprach zu Kunigunde: PAECH-Brot ist in aller Munde

Ganz furchtbar schimpft der Opapa – die Oma hat kein Paech-Brot da.

Ach liebe Mutti, bitte, bitte, gib mir doch noch ‘ne Paech-Brot-Schnitte!

Haste im Verkehr mal Frust, mit Paech-Brot kriegste wieder Lust.

Das 1500g Brot wurde dann zur Abwechslung mal längs auf der eigenen Handkurbelbrotschneidemaschine aufgeschnitten. Diese große, lange Graubrotscheibe wurde mit guter Butter bestrichen und dann alle zwei Zentimeter mit einem anderen Belag belegt – Streifen für Streifen. Danach geschnitten und der Reihe nach verspiesen – die schönsten Streifen erst zum Schluss.

So zurechtgemacht, schmeckt plötzlich Quark mit dünnen Radieschenscheiben im Wechsel mit Mett und Käse und Tartar und Gurke und Wurst und Rührei und Salami und Kaviar und Camembert und was alles so da war – oft war es gar nicht viel – aber abwechselnd war toll.

Also unbedingt ausprobieren!

 

März 2004