Malenter Krause Glucke

Zutaten

reichlich
Krause Glucke!!
Butter, Salz
oder
Ei, Semmelbrösel
oder
Zwiebelchen und Nudeln
oder
Pilzsuppe
Portionen

Malenter Krause Glucke

von Helga und Eberhard

Krause Glucke findet man im Wald - eher selten, vielleicht alle 10 Jahre mal – und dann am Fuße sehr alter Kiefern. Dieser Pilz ist ausgesprochen wohlschmeckend und ist bei etwas Kenntnis kaum zu verwechseln mit den hochgiftigen Doppelgängern – also bitte stehen lassen und gleich Bescheid sagen – wir kommen!
Helga und Eberhard hatten das unwahrscheinliche Glück, in diesem Jahr gleich 7 Stück zu finden und daher kannten die Zubereitungsarten keine Grenzen.

Man nehme also eine Krause Glucke mittlerer Größe und putze sie je nach ‚nötig‘ – besser nicht waschen! Der Pilz sieht ja aus wie ein griechischer Badeschwamm und sammelt daher in seiner krausen Struktur manchmal den ganzen Wald samt seiner krabbelnder Bewohner mit ein.

  1. Den großen Pilz in breite Scheiben schneiden, putzen (von beiden Seiten) und in einer Pfanne mit Butter gut anbraten (von beiden Seiten) - etwas salzen und verspeisen.
  2. Die flachen Scheiben in Ei und Brösel wenden und wie ein paniertes Schnitzel braten und servieren.
  3. Wenn der Pilz doch gründlich unter Wasser ausgespült werden musste, dann bietet sich ein Schmoren im Topf an. Zwiebelchen anbraten, Pilz grob hacken und salzen. Zuviel Flüssigkeit abgießen (siehe 4.) und weiter schmurgeln. Der Pilz ist schnell gar und hat keinerlei Giftstoffe, die sich, wie sonst bei vielen anderen Pilzen, erst in einem längeren Erhitzungsprozess zersetzen müssten. Deshalb die Nudeln zum Pilz rechtzeitig vorher aufsetzen!
  4. Aus der entstehenden Flüssigkeit beim Dünsten lässt sich unter Zugabe von etwas weiterem Wasser, ein vortreffliches Süppchen köcheln. Das geht auch Tage und Wochen später, wenn man den Sud gleich einfriert. Nach Geschmack mit Kräutern oder Würzen verfeinern und Sahne oder ‚Andicken‘ hinzu. Fügt man dann am Ende noch etwas kross angebratenen Pilz aus Rezept 1 dazu, dann wünscht man sich künftig schneller zu altern, damit die nächste Gluckensaison bald beginnt.

 

Oktober 2003