Huhn an Knoblauch

Zutaten

4 ganze
Hühnerbrüste
2 Pakete
Blattspinat
40
Knoblauchzehen
50 g
flüssiger Honig
1 TL
Cayennepfeffer
2 Messersp.
Nelkenpulver
1
unbehandelte Zitrone
Salz, Pfeffer
2 Zweige
Rosmarin
30 g
abgezogene Mandeln
6 EL
Madeira
2
rote getrocknete Chilischoten
2 kleine
Zwiebeln
35 g
Datteln, entsteint
2 EL
Olivenöl
und vielleicht Kartoffelpüree
Portionen

Huhn an Knoblauch von Chrissi und Dorothee

Zunächst möchte ich mich für die Aufnahme in den legendären Kochkalender als Gastautorin bedanken. (Nebenbei bemerkt, da nutze ich mal gleich die Gelegenheit als Ghostwriterin: Julias und Hans’ Brief, ihnen gingen nun die Ideen aus und man solle ihnen was vorkochen und -setzen, war doch recht durchsichtig: DURCHFRESSEN wollen sich die Beiden! HAH!! Ertappt!)

Aber zur Sache:

Das Rezept, das ich ausgewählt habe, ist aus irgendeiner Frauenzeitschrift und heißt eigentlich Knoblauch-Huhn mit Dattel-Chili-Spinat. Aber seit ich mal als junger Mensch diesen Beutel mit Gekröse vor dem Braten nicht aus dem Huhn genommen habe, stehe ich Hühnern in Hühnerform nicht ganz vorurteilsfrei gegenüber. Deshalb hier also die abgespeckte Form mit nur Brust. Geht natürlich schneller, wenngleich ich auch die Hühnerbrust vor der Zubereitung immer etwas eklig finde.

Man braucht für vier Personen:

  • 1 bis 2 Packungen Blattspinat, je nach Spinat-Affinität der geladenen Gäste,
    40 (!) Knoblauchzehen; sagt das Rezept, aber da einem schon nach ca. 15 bis 20 die Finger verkleben, finde ich, das reicht auch. Ich habe jedenfalls selten mehr Geduld.
    3 bis 4 Hühnerbrüste (Da bin ich mir nicht sicher: Was bezeichnet der Fachmann als eine Hühnerbrust? Eine Seite? Oder so ein Doppelpack, quasi eine linke und eine rechte? Ich meine hier mit 4: 4 Doppelpacks, also die gesammelten 8 Brüste von 4 Hühnern).
    50g flüssigen Honig
    1 gestr. TL Cayennepfeffer
    2 Messerspitzes Nelkenpulver
    1 unbehandelte Zitrone
    Salz, Pfeffer, 2 Rosmarinzweige, 30g abgezogene Mandeln (Da man die so schwer schon fertig abgezogen bekommt, ist hier wieder Geduld gefragt.)
    5 bis 6 EL Madeira
    1 bis 2 rote getrocknete Chilischoten
    2 kleine Zwiebeln
    35g Datteln, entsteint, (Tja, ich scheue keine Mühen, auch hier wieder: Klebrige Finger und hohe Anforderungen an die Geduld!)
    2 EL Olivenöl

Und so geht’s:
1. Blattspinat auftauen lassen. Römertopf (laut Rezept) wässern. Wenn man nur einen Bräter von Lidl oder Aldi oder Penny hat, wie ich, den natürlich nicht wässern.

2. Knoblauchzehen pellen. Hühnerbrüste auseinanderschneiden in linke und rechte, kalt waschen, trockentupfen und von innen kräftig salzen und pfeffern. In den Bräter legen. Die Schale der Zitrone dünn abreiben, den Saft auspressen.

3. Honig, 1 TL Zitronensaft, Cayennepfeffer und Nelkenpulver verrühren und kräftig salzen. Das Huhn mit zwei EL dieser Honigwürze einpinseln. Rosmarinnadeln abstreifen und fein hacken. Knoblauchzehen, Mandeln, Zitronenabrieb und Madeira mit der Hälfte des Rosmarins zur Würze geben, vermengen und um das Huhn verteilen. (vgl. Abb. B) Das Huhn im verschlossenen Bräter in die Mitte des kalten Backofens geben und 40 Min mit Deckel, dann weitere 30 Min ohne Deckel bei 180°C braten. Während der Zeit ohne Deckel mehrmals Fond über die Hühnerbrüste löffeln. Erfahrungswerte zu Zeiten bei Benutzung eines Römertopfes kann ich hier nicht beisteuern, es wird aber wohl so ähnlich sein.

4. Inzwischen die Chilischoten putzen, entkernen und fein würfeln, steht im Rezept. Wie soll man die würfeln? Die sind doch hohl, die Schoten. Ich schneide sie möglichst klein. Zwiebeln pellen, längs halbieren und in feine Spalten schneiden. Datteln in kleine Stücke schneiden (Bei all diesen Utensilien würde ich würfeln ja durchgehen lassen...)

Kurz vor dem Servieren Chili und Zwiebeln im Öl andünsten, Spinat, Datteln und 1 EL Zitronensaft dazugeben, salzen und erhitzen.

Restlichen Rosmarin unter den Fond im Bräter mischen, Fond abschmecken (Die Salzfrage! Für Julia zur Sicherheit Salz auf dem Tisch bereithalten.)

Das Huhn im Bräter servieren. Den Spinat getrennt dazu reichen.

Tipp: Dazu passt ein Kartoffelpüree aus frischen Kartoffeln, das man mit beliebig vielen aus dem Bräter gefischten und zerdrückten Knoblauchzehen verfeinern kann.

 

November 2003