Hühner-Satay an Erdnusssauce


Zutaten
Indonesische Hühner-Satay an Erdnusssauce
serviert von Chrissi und Dorothee
Filigrane und ideenreiche Basteleien sind eine ganz spezielle Qualität von Chrissi und Dorothee und daher kann man einer Einladung immer mit viel Vorfreude entgegensehen. Diesmal überraschte uns Exotic und augenfällige Zubereitung gleichermaßen.
8 Hühnerbrustfilets werden geputzt und dann in schmale Streifen geschnitten - diese wiederum wellenförmig auf Holzspieße gezogen. (Da die Garzeit später kurz sein soll, ist Grillen im Backofen vorgesehen – jede Seite 3 Minuten - und deshalb ist es günstig die Holzspieße vorab 10 Minuten zu wässern, damit sie nicht in Flammen aufgehen!)
Bei uns sind etwa 16 Spieße entstanden, serviert wurden uns aber die allerliebst feinsten und vorgeschriebenen 32 Spieße aus der gleichen Menge Huhn !!
Die Hühner-Satay (Schaschlikspieße vom Huhn) werden mit einer Mischung aus 2 EL Sojasoße, 2 TL Limonensaft und 2 TL Sesamöl während des kurzen Grillvorgangs bestrichen – sie vorher schon damit zu marinieren ist aber auch nicht schlecht.
Nun zur Erdnusssauce:
100g geröstete aber ungesalzene Erdnüsse (schwer zu bekommen, restliche Nüsse einfach einfrieren), 3 Frühlingszwiebeln, 2 Knoblauchzehen, 1 TL Currypulver, 1 TL Kreuzkümmel (Cumin) gemahlen, ½ TL gemahlener Koriander, 1 EL Honig, 2 TL Sojasoße und 250 ml Wasser werden grob gehackt und dann in einem Mixer (Moulinette, Zaubermaxl, Krups Küchenwunder oder so) pastös verarbeitet und anschließend in einer offenen Pfanne angebraten und unter Umrühren eingedickt (~flüssigkeitsreduziert).
Die Hühnerspieße benötigen einen vorgeheizten Grill mit 2x3 Min Garzeit. Alternativ Umluft bei 225oC und gutes Timing, damit das Huhn nicht trocken wird. Alternativ normaler Backofen bei hoher Temperatur und vorherigem Marinieren. Alternativ in 3 Bratpfannen parallel arbeiten oder einladen lassen. Die Liste der Backofengrillbesitzer im Freundeskreis findet sich im Anhang unter der Rubrik "Wohin am Wochenende".
Dazu passt sehr gut Basmatireis. Ein sehr toller aromatischer Reis mit erstaunlich kurzer Garzeit. Pro Person 75 bis 100g Reis. Den Reis mit 140g Wasser pro 100g Reis kurz aufkochen lassen und dann auf kleinster Stufe in 10 Minuten gar ziehen lassen. (Immer noch keine Waage im Haus? Dann den Reis leicht bedecken, oder gut? – aber nicht zuviel!) Durch die (auch nachträgliche Zugabe) von Wasser lässt sich der Grad der Körnigkeit sehr genau steuern – also einfach nach 10 Minuten probieren und ggf. 2-3 EL Wasser nachgeben und ziehen lassen bis zum Verzehr.
Als ich nach begeistertem Genuss um Zettel und Bleistift bat, bekamen wir das nette Kochbuch aus dem Könemann-Verlag gleich geschenkt. Wer glaubt, dass das ein Indiz dafür ist, dass man dies Gericht nur einmal kocht, der irrt – vielmehr sollte wohl eine weit um sich greifende Tradition begründet werden.
Der Besitz dieses Kochbuches hat uns dann jedenfalls auf einen passenden Salat gestoßen:
z.B. Rucolasalat, Bohnensprossen, rote Paprika, rote Zwiebel, Cherrytomaten und Zuckererbsen (kurz gedünstet) werden mit einer gekochten Salatsauce beglückt:
2 EL Erdnussöl (oder Sesam), 1 Knoblauchzehe, 1 TL frischer Ingwer geraspelt, 1 kleine rote Chilischote, 1 EL (Balsamico) Essig, 85 ml Wasser werden benötigt. Öl in der Pfanne erhitzen, Knoblauch pressen, Ingwer und klein gehakte Chilischote zugeben. Eine Minute anbraten, dann Essig und Wasser dazu und noch eine Minute köcheln lassen. Abkühlen lassen und über den Salat geben. Super!
Allerdings war es sehr schwierig einen akzeptablen Geschmack bei soviel Exotic sowohl beim Huhn, als auch bei der Erdnusssoße und jetzt auch beim Salat heraus zu probieren. Abschmecken war über lange Zeit von Enttäuschungen begleitet! Dann endlich die Lösung: Kein Körnchen Salz in den Rezepten, der Indonesier an sich scheint Salz nicht zu kennen. Wir allerdings kennen Salz und sollten es auch hier ruhig einsetzen – das Ergebnis ist überzeugender für unsere unsensiblen Gaumen.
Juni 2001