Rubarthsche Kokosberger



Zutaten
Rubarthsche Kokosberger
Julia mag kein Kokos und Hans keine Kekse – das sichere Aus für Kokoskekse.
Aber mit zunehmendem Alter schwindet das Kurzzeitgedächtnis zugunsten von frühen Kindheitserinnerungen auch bei Hans und ließ ihn nach dem Familienrezept forschen, nach den schokoladigen, duftigen, klebrigen und saftigen Kokosbergern, von denen schon der Teig so gut war, den wir fast wöchentlich zusammenmixten.
Mutter Felicitas: „So? Sowas haben wir gemacht? Kann ich mich gar nicht erinnern. Da brauch ich gar nicht zu suchen.“
Dabei hatte sie doch mehrfach auf der alten Underwood mit 6 Durchschlägen auf Butterbrotpapier das tolle Rezept vervielfältigt und überall hin weiter gereicht.
„So? Das weiß ich gar nicht mehr.“
Bruder Peter: „Keine Ahnung“
Schwester Helga: „Weiß ich gar nicht mehr – aber jetzt wo Du es sagst – ich guck mal. Viel Hoffnung hab ich aber nicht.“
Dann die erlösende Nachricht. Kein Original gefunden, aber ein Rezept, das dem wohl nah kommt. Schwestern sind doch was Schönes.
Aus der Versuchsküche konnte nach diversen Versuchen jetzt Erfolg gemeldet werden:
Zutaten:
4 Eiweiß
250g Kokosraspeln
150g Zucker
1 Vanillezucker
2 TL Kakaopulver (bei uns immer “Van Houten“)
unrubarthsche Variante: 80g Mehl
Und so haben wir das immer gemacht:
Eier aufschlagen und Eiweiß trennen ohne ein bisschen Eigelb (!) – das war immer sehr schwer. Das Eiweiß mit den Rührhaken steif schlagen: fertig, wenn ein Messerschnitt sich nicht mehr schließt. Jetzt den Zucker, Vanillezucker und die Raspeln unterheben. Dann noch den Kakao auf die Masse sieben und auch unterheben.
Diese herrlich klebrige Masse ist eigentlich schon ein Rezept für sich allein wert – aber es geht noch weiter.
Auf ein gefettetes Backblech oder Backpapier werden nun in ausreichend Abstand Häufchen aus ca 2 Teelöffeln Klebmasse gemacht und bei vorgeheizten 175oC in 15 Minuten klebrig-saftig gebacken oder in 25 Minuten beseéartig oder mit Mehl im Teig eher keksig.
Wir haben immer ersteres bevorzugt liebe Geschwister, und wenn ihr erst meinen Grad an Demenz erreicht habt, werdet Ihr es auch erinnern und mir bestätigen!
Mai 2000