Bratäpfel

Zutaten

6
(Brat-) Äpfel
Rosinen
Vanillezucker
Zimt
Butter
Vanillepudding oder -soße
Portionen

Bratäpfel

Hier findet sich eine Mischung aus glorifizierten Kindheitserinnerungen, 2 Kochbüchern und dem was so im Hause zu finden ist, wenn alle schön durchgefroren nach Hause kommen.

Woran es wahrscheinlich in den meisten Haushalten scheitert (natürlich nicht bei Hans) ist ein Kerngehäuseentferner mit dem man von der Blütenseite her ein tiefes Loch in den Apfel stanzt ohne etwa durchzustechen. Wer so ein altmodisches Gerät nicht besitzt, sollte sein Vorhaben bis zur nächsten Haushaltsauflösung aufschieben, da ansonsten mit Schwerverletzten zu rechnen ist.

Während man den Ofen schon auf unsere Standardtemperatur von 200 – 220° vorheizen lässt, füllt man besagtes unabdingbare Loch mit einer Mischung aus Rosinen und Vanillezucker, eventuell einer Kleinstigkeit Zimt sowie oben auf, dem obligaten Stich Butter und verteilt die Äpfel in einer gefetteten Auflauf- oder Kastenform.

Bei der Erstellung der Vanillesauce wird es bei uns immer schwierig, weil wir da eigentlich nichts im Haus haben. Aber halt: war da nicht noch von Ninas Buttercremetorte aus dem Kalender von vor ca 4 Jahren ein Tütchen Kochvanillepudding da (weil es den empfohlenen Dr. Oetker nur im 3-er Pack gibt und wir ihn schon der Haut wegen sonst nicht essen)?

Als brave Abonnenten dieses Weihnachtsgeschenkes habt Ihr also alle noch 1-2 Tütchen und wegen der Haltbarkeit wollen wir doch jetzt nicht ins Grübeln geraten. Zumal Eure noch später als unsere gekauft sind!

Jedenfalls, dieser Pudding wird nicht nach Vorschrift, sondern mit wahlweise mehr Milch oder weniger Puddingpulver angerührt und gibt allerbeste Soße – die kann man auch schon kurz bevor die Äpfel fertig sind zum Teil mit in den Ofen geben.

Nach ca 30 Minuten ist die Apfelschale so wunderbar aufgeplatzt, dass sich die leider notwendige Abkühlzeit gut zum Entfernen derselben nutzen lässt.

 

Dezember 2000