Wirsing-Roulade

Zutaten

8 große
Wirsingblätter (400g)
120 g
Zwiebeln
500 g
Mett
2 EL
Senf
2
(große Gewürzgurken)
20 g
Butterschmalz
1 TL
Kümmel
300 ml
Gemüsebrühe
200 ml
Schlagsahne
2 EL
Soßenbinder dunkel
Salz und Pfeffer
Portionen

Wirsing-Roulade: Herstellung in Wort und Bild mit Renate Migenda

Obwohl Renate weit, weit südlich der Elbe geboren ist, hat Sie doch schnell das Wissen um die Qualität des Kochens angenommen, das unser großer Hamburger Stromerzeuger regelmäßig publiziert, um seiner Verantwortung für Hamburg und die Hamburger nachzukommen. Dass hier natürlich Profitmaximierung durch die Verbreitung vornehmlich garunwilliger Rezepte betrieben wird, liegt auf der Hand: Aber mit ein paar Kilowatts mehr gelingt eben doch ein schmackhaftes Essen, das sogar Franken in Hamburg bleiben lässt.

Eingekauft wird auf einem der Hamburger Wochenmärkte und hier eben kein Weiß- sondern Wirsingkohl:

8 große Wirsingblätter (ca. 400g) werden benötigt
120g Zwiebeln
500g Mett (!)
2 EL Senf
(2 große Gewürzgurken)
20g Butterschmalz
1 TL Kümmel
300 ml Gemüsebrühe
200 ml Schlagsahne
2 EL Soßenbinder dkl.
Salz und Pfeffer

Schon gleich beim Einkauf verändert Renate die Originalrezeptur und verzichtet auf die geliebten Gewürzgurken eingefleischter Hamburger Stromkunden. Aber dann hält sie sich streng an die gut lesbare und verständliche Anleitung, mit der die HEW offensichtlich das Chaos Ihrer Verbrauchsabrechnungen wiedergutmachen will:

Wirsingblätter gründlich waschen, in kochendem Salzwasser 1-2 Minuten kochen, abschrecken, im Sieb abtropfen lassen und zwischen Küchenkrepp sorgfältig trocken pressen. Den Stielansatz keilförmig herausschneiden.

Zwiebeln pellen, fein würfeln, mit Mett und Senf verkneten. Die Masse auf die Blätter verteilen und flach drücken. Gurken längs vierteln, auf das Mett legen. Die Rouladen aufrollen, die Seiten dabei einschlagen.

Rouladen im heißen Butterschmalz auf 2¹ von beiden Seiten anbraten und herausnehmen. Den Kümmel im Bratfett kräftig anrösten und mit der Brühe ablöschen. Die Rouladen in den Soßenfond geben und auf 1¹ zugedeckt 20 Minuten schmoren.

Den Deckel abnehmen, den Soßenfond 5 Minuten auf 2¹ einkochen lassen. Sahne mit dem Soßenbinder verquirlen, dazugießen. 2 Minuten ohne Deckel aufkochen, mit Salz und Pfeffer kräftig nachwürzen und servieren. Dazu passt?.....na klar, Kartoffelbrei!

Renate ist mit diesem gelungenen Nachkochen übrigens nach langer Wartezeit im Rahmen einer Feierstunde im HEW-Kochstudio die Einbürgerungsurkunde überreicht worden. Die Fotos stammen aus der Endausscheidung im Wettkampf mit 2 Italienerinnen.

1) Diese Zahlen sind Indikatoren für die Höhe des von der HEW vorgeschlagenen Stromumsatzes in der jeweiligen Kochphase.

November 1999