Julia’s Soleier zu Ostern




Zutaten
Julia’s Soleier zu Ostern
Kurz vor Ostern riecht es bei Julia im Haus immer schon anheimelnd nach frischen Hefezöpfen, die Zimmer werden mit frischen Zweigen und jungem Grün geschmückt und mit den Kindern werden die überall beliebten ausgeblasenen Ostereier mit viel Geduld kunstvoll bemalt.
Mehr ein Abfallprodukt dieses häuslichen Tuns mit dem unschätzbaren Wert für ein friedliches Reifen der Kinder in einer harmonischen Umwelt sind die unvergeßlichen Soleier von Julia.
Geeignet sind alle die harten Eier, die beim Kochen einen Sprung bekommen haben und daher für eine künstlerische Bearbeitung nicht mehr taugen.
Wer diese Tradition nicht selbst pflegt, der muß richtig von vorn anfangen und erst einmal Eier hart kochen. An Menge muß man so rechnen: 1 Ei pro Person + 1 weiteres Ei, weil es dann so gut schmeckt und außerdem einen Vorrat für Gäste, die es gewohnt sind bis zu 5 Eier zu essen, dazu noch ein paar weitere für die nächsten Tage.
Die 25 Eier in dem mit 50g Salz, Zwiebelschalen von 3 Zwiebeln und 1 TL Kümmel angereicherten Wasser 10 Minuten hartkochen. Die Eier mit einem Schaumlöffel rausholen, abschrecken und abkühlen lassen. Den Kochwassersud (sieben und) in ein dekoratives hohes Gefäß füllen. Die Eier rundherum anschlagen und mit zersprungener Schale darin noch mindestens 2-3 Tage ziehen lassen.
Zum Osterfrühstück kommen sie in ihrem Gefäß auf den Tisch und werden wie folgt für den baldigen Genuß vorbereitet:
In alter Timmermann’scher Tradition werden die Eier gepellt und längs geteilt, die Eigelbkugeln vorsichtig ausgehoben, Öl und Essig in die Eiweißhöhle gegeben, das Eigelb wieder eingesetzt und hälftenweise in den Mund geschoben.
Für die Dosierung von Essig und Öl sind geeignete Fläschchen hilfreich. Nachsalzen ist nicht vorgesehen, wenn die Eier lange genug gezogen haben.
Noch ein Verzehrtip, der von Julia aber nur im engsten Familienkreis praktiziert wird: Die fertig vorbereiteten Eihälften mit der Gabel zermanschen ...
April 1999