Ravioli selbst gemacht

Zutaten

100 g
Mehl
1
Ei
1 Prise
Salz
Füllung: KucksDu Rezept
dazu: rote Soße oder Brühe
Portionen

Ravioli selbst gemacht


Hier geht es zum ersten Mal um selbst gemachten Nudelteig!

Um eine geeignete Auswahl für diesen Kalender zu treffen, haben wir uns mehrmals den Magen verrenken müssen, haben dafür auch schon selbst genudelte Spaghetti genossen, aber so richtig überzeugt waren wir nicht: etwas zu weich, ohne Biss, zerbröckelte Längen.

Hier nun nach langen Selbstversuchen unser ultimatives Rezept:

Auf 100g Weizenmehl ein Ei schlagen und salzen. Mit einem Rührgerät zu einem bröseligen Teig rühren, und soweit keine italienische Mammi zu Hand ist, selber zu einem weichen elastischen Teig kneten. Jetzt hilf nur noch eine Nudelmaschine weiter: der Teig muss mehrfach und immer dünner ausgerollt werden um dann die Grundlage für die Füllung zu sein. Den ausgenudelten breiten Streifen halbieren, damit etwas zum Abdecken dableibt, die Füllung (Rezept unten) in Abständen verteilen, mit einem Pinsel oder eingetunkten Finger den Teig in Karos angefeuchtet unterteilen und die Deckschicht auflegen, andrücken (klebt schön durch das Wasser) und dann mit dem Teigrädchen oder Messer zerteilen. Alternativ: etwa 6-8 cm große Kreis ausstechen, füllen, Ränder befeuchten und umklappen: auch nett, aber mehr Teigabfall, der wieder verknetet werden muss.

Diese Teigtaschen entweder in einer netten roten frischen Soße garen (z.B. nach dem Rezept „Penne all' arrabbiata“ ohne die Schärfe), oder ganz wunderbar: in der Erweckungssuppe nach Mathießen´scher Art aus früherem Kalender (heißt dann ´Ravioli con Brodo´). Beides wunderbar und wer dies nachkochen will, dem leihen wir auch gern unsere Nudelmaschine!

Füllung:

Anders als bei den gekauften Ravioli geht es hier nicht um Mehlklößchen mit undefinierbarem Geschmack.

Wie wäre es mit Blattspinat, Champels (fehlen bei uns nie), Zwiebeln etc, anschmurgeln und italienisch würzen, etwas Semmelbrösel zum Flussigkeit binden und abkühlen lassen.

Gut geht auch Hackfleisch gebraten mit Zwiebeln und Champignons, Paprika und Tomate entsprechend gewürzt.

Entscheidend ist dann, diese gekochten Kostbarkeiten (muss nicht viel sein!) mit dem Küchenmixer zu einer pastösen Masse zu verarbeiten. So lassen sich die Ravioli geschmacklich und technisch gut verarbeiten.

Wie gesagt: Nudelmaschine ausleihen.

 

Juni 1996