Penne all' arrabbiata


Zutaten
Penne all' arrabbiata
Wieder ein schnelles, billiges und raffiniertes Nudelgericht.
Die klein gehackte Zwiebel in Olivenöl andünsten (Schalotten gehen auch gut), rote Paprika in kleinen Stücken dazu und kurz garen. Die gewürfelten Tomaten in den heißen Topf und nur kurz mit erhitzen, nicht lange kochen, sie sollen weiterhin sehr frisch schmecken. Mit Salz, frisch gemahlenem Pfeffer und einer zerdrückten Knoblauchzehe abschmecken. Das wäre es schon, fehlte nicht die typische Schärfe in diesem Gericht. Die wird durch eine frische(!) rote Peperoni erreicht. Beim Einkauf im türkischen Fachhandel muss man wohl fragen, welche die scharfen sind - und bekommt dann immer die milden für die Deutschen gezeigt. Eigentlich benötigen wir nur eine einzige schmale längliche Peperoni, aber wer traut sich schon mit 30g aus dem Laden? Also 5 Stück kaufen, alle ausnehmen und sehr fein hacken. Die anderen 4 Teile einfach roh einfrieren, dann hat man in der Not.
Das Ausnehmen allein ist schon eine Sache für sich: Die Peperoni seitlich aufschneiden und die Kerne samt den hellen Häuten unter fließendem Wasser entfernen – und trotzdem steigt einem die Schärfe in die Nase! Jetzt bloß nicht die Augen reiben oder an die Nase fassen!
Ganz harmlos werden die Peperoni im Kochtopf. Je länger sie mitgegart werden, desto mehr verlieren sie ihre Schärfe. Es spricht gar nichts dagegen, sie gleich am Anfang mit den Zwiebeln im Öl mitzugaren, aber besser schmeckt die rote Nudelsoße mit der „späteren“ Schärfe.
Zur Dekoration eignet sich wieder ein Basilikumblättchen, manche mögen Parmesan dazu.
Januar 1996