Italienische Vorspeisen

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Olivenöl!
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Italienische Vorspeisen

Eigentlich kann man sich von vornherein darauf einstellen, dass diese deliziösen Leckerbissen einen festen Platz in der Speisefolge erhalten, wenn sie das erste Mal gelungen auf den Tisch gebracht wurden. Man kaufe also am besten vom besten Olivenöl einen handlichen 5l Kanister: Olivenöl ist cholesterinfrei und wird daher unbeschwert genossen, wenn man davon absieht, dass es trotzdem aufpummelt.

Wie immer liegt der Pfiff schon in der Vorbereitung. Was der saisonbedingte Gemüsestand hergibt wird gekauft, wobei die Vielfalt vor der Menge rangiert:

Wurzeln schaben und in schmale Längsstreifen teilen
Paprika grün, rot, gelb putzen und in breite Streifen schneiden
Zucchini in Scheiben, Zwiebeln längs in Achtel schneiden
Zuckererbsen und frische Brechbohnen ganz lassen
Champignons je nach Größe halbieren oder ganz lassen, Austerpilze in Stücke schneiden
Auberginen in Quer- oder Längsstreifen wässern und vor dem Braten ausdrücken (dann nehmen sie nicht soviel Öl auf)
...

Das vorbereitete Gemüse wird bei milder (!) Hitze in mehreren Portionen in reichlich Olivenöl angebraten bzw. gedünstet, aber nicht gegart, sondern al dente zum Abtropfen in ein Sieb gegeben. Das abgetropfte Öl kann weiter verwendet werden, die fertigen Gemüse werden augenschmauslich auf großen und kleinen Platten drapiert.
Um die Ölschwemme rund um den Herd im Griff zu behalten, hat es sich bewährt die Arbeitsflächen links und rechts mit Zeitungspapier abzudecken!

Während alles so vor sich hin bruzzelt, geht es an die Marinade: Am wichtigsten ist hier, na? : Olivenöl! Dazu Berge von Knoblauch, Salz, Pfeffer und Zitronensaft. Gut durchschlagen und die sämige Marinade über das Gemüse träufeln. Abgedeckt schön durchziehen lassen und sich den weiteren Dingen stellen:

Auberginenscheiben oder dicke weiße Bohnen aus der Dose schmecken sehr gut in einer frischen Tomatensoße. Dazu drei, vier Tomaten und eine Zwiebel sehr fein würfeln und in Olivenöl garen. Mit Knoblauch, Salz, Pfeffer, einem frischen Rosmarinzweig aus dem Garten, Zitrone und Petersilie würzen. Dieses Tomatenmus auf den gebratenen Auberginenscheiben verteilen oder weiße Bohnen untermischen. Großzügig Basilikumblättchen streuen und abgedeckt durchziehen lassen.

Für undogmatische Vegetarier sollte Carpaccio nicht fehlen:
Aus angefrorenem Rinderfilet werden hauchdünne Scheiben geschnitten (am Besten kann's der Schlachter!). Die oben beschriebene Marinade auftröpfeln und mit einem Sparschäler jungen Parmesankäse in Blättchen aufschneiden.

Nach diesen Vorspeisen hat erfahrungsgemäß niemand mehr Hunger auf den Hauptgang.

 

Dezember 1995